Allgemein
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BSH besteht aus mindestens 3 faserparallel verleimten
Lamellen |
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Tragende Bauteile aus BSH sind statisch berechnete
Konstruktionselemente |
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BSH darf nur von Firmen hergestellt werden, die
einen Nachweis über die Eignung zum Leimen von tragenden Bauteilen
besitzen |
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BSH wird in Österreich und Deutschland gemäß
den geltenden Holzbaunormen ÖNORM EN 386 bzw. DIN 1052 hergestellt |
BSH Sortierklassen
Nach DIN
1052:1996 |
Nach EN 386 /
DIN 1052:2004 |
Lamellensortierung |
Prüfzeugnisse |
| BS 11 |
GL 24 |
Visuelle |
Leimgenehmigung |
| BS 14 |
GL 28 |
Visuelle |
Leimgenehmigung +
Zertifikat (Ü-Zeichen) |
| BS 16 |
GL 32 |
Maschinelle |
| BS 18 |
GL 36 |
Maschinelle |
BSH Sortierklassen
Art der
Beanspruchung |
Brettschichtholz nach DIN 1052-1/A1:
1996-10 |
| BS11 |
BS 14 |
BS 16 |
BS 18 |
| Sortierklassen der Lamellen nach
DIN 4074-1 |
| S10/MS10 |
S 13 |
MS 13 |
MS 17 |
| Biegung |
σB |
11 |
14 |
16 |
18 |
| Zug |
σZ II |
8,5 |
10,5 |
11 |
13 |
| Zug |
σZ I |
0,2 |
0,2 |
0,2 |
0,2 |
| Druck |
σD II |
8,5 |
11 |
11,5 |
13 |
| Druck |
σD I |
2,5
3 |
2,5
3 |
2,5
3 |
2,5
3 |
| Abscheren |
τB |
0,9 |
0,9 |
1 |
1 |
Schub aus
Querkraft |
τQ |
1,2 |
1,2 |
1,3 |
1,3 |
| Torsion |
τT |
1,6 |
1,6 |
1,6 |
1,6 |
| Biegung |
EB |
11.000 |
11.000 |
12.000 |
13.000 |
| Zug + Druck |
EII |
11.000 |
12.000 |
13.000 |
14.000 |
| Zug + Druck |
EI |
350 |
400 |
400 |
450 |
| Schubmodul |
G |
550 |
600 |
660 |
700 |
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Querschnittsaufbauten
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Kombiniert symmetrischer Aufbau (Standard) |
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Homogener Aufbau (muss ausdrücklich und schriftlich
vereinbart werden) |

Lamellencodierung
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Prägung und Kennzeichnung jeder einzelnen
Lamelle mit Angabe des Werkes, Festigkeit und Herstelldatum im Herstellungsprozess |
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Dadurch eindeutige Identifikation und Rückverfolgbarkeit
des Bauteils |
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Sicherheit für Bauherren, Kunde und Produktionswerk |
| Rissbildung –
Bauphysikalischer Hinweis
Vorwiegend die äußeren Schichten des BSH nehmen im
Bauzustand Feuchte auf. Diese Baufeuchte muss allmählich
auf die Ausgleichsfeuchte der späteren Nutzung überführt
werden. Dazu dienen das vorsichtige Aufheizen und Lüften
und die damit einhergehende langsame Reduzierung der relativen
Luftfeuchte und der korrespondierenden Holzfeuchte.
An den Oberflächen der BSH Bauteile können Schwindrisse
– auch entlang der Leimfuge – auftreten. Bei Bauteilen
ohne systembedingte Querzugbeanspruchung können solche Schwindrisse
bis zu einer Tiefe von 1/6 der Bauteilbreite (je Seite) toleriert
werden.
Bei direkter Bewitterung und stark wechselnden klimatischen Beanspruchungen
wächst die Neigung zur Rissbildung.
Emissionen
Der von den meisten Menschen als angenehm empfundene Geruch des
frisch hergestellten BSH ist auf die natürlichen Harzbestandteile
des Nadelholzes zurückzuführen und verliert sich innerhalb
kurzer Zeit. Die zu Verklebung von BSH eingesetzten Klebstoffe
sind lösemittelfrei.
Emissionen anderer flüchtiger organischer Stoffe (sogenannte
VOC) als Nadelholzharze haben bei BSH keinerlei Bedeutung.Auch
die meisten Grundstoffe der Polymerklebstoffe sind nicht flüchtig
und werden bei der Kondensation der Leimharze fest eingebunden.
Lediglich Formaldehyd kann von einigen Leimharzen nachträglich
abgegeben werden. Aber auch hier sind die Emmissionswerte moderner
Klebstoffsysteme niedrig und unterscheiden sich kaum noch vom
naturbelassenen Holz. Bei ordnungsgemäßer Verleimung
liegen die Emissionswerte deutlich unter den Anforderungen des
Gesetzgebers. |
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Festigkeiten
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BS 11 (GL 24) und BS 14 (GL 28) visuelle Sortierung |
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BS 16 (GL 32) und BS 18 (GL 36) nur mit maschinell
sortierten Lamellen herzustellen |
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Für die Herstellung von
BS 14, BS 16 und BS 18 ist
neben der Leimgenehmigung
eine separate
Zertifizierung notwendig |
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Kennzeichnung
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BS 11 bis 10 m Länge, Erklärung des
Herstellers ausreichend |
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BS 11 > 10 m Länge, BS 14, BS 16 und BS
18 Schlagstempel oder Lamellencodierung |
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BS 14, BS 16 und BS 18 Kennzeichnung des Produktes
der Verpackung oder des Lieferscheins mit dem Übereinstimmungskennzeichen
(Ü-Zeichen)
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